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ISSN 0172-6404

Football players’ migrations: a political stake

Periódico / Revista

Historical Social Research

Número

n. 1

Ano

2006

Volume

v. 31

Páginas

p. 31-41

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Die berufliche Migration von Fußballspielern ist in letzter Zeit ein beliebtes Thema geworden. Sie hat seit ungefähr zehn Jahren nicht nur die Verfasser von Büchern und Zeitschriftenartikeln beschäftigt, sondern wird auch von Zeitungs-, Radio- und Fernsehjournalisten diskutiert. Die unterschiedlichen Meinungen zur Migration von Berufsfußballern werfen nicht nur ein Licht auf Fragen der politischen Ökonomie des Spitzensports, sondern auch der nationalen Identität, der Staatsbürgerschaft, der freien Arbeitsplatzwahl sowie der Inklusion bzw. Exklusion von ‘Fremden’. Dieser Beitrag fasst zentrale Beiträge zu dem Thema zusammen und verbindet dies mit einer Analyse der zugrunde gelegten Globalisierungskonzepte. Er rückt unsere Wahrnehmung der beruflichen Migration von Fußballspielern zugleich in eine historische Perspektive. Im Kern entwickelt der Beitrag zwei Argumente: erstens, dass die Migration von Fußballspielern keine neue Entwicklung darstellt, sondern eine lange und komplizierte Geschichte hat; und zweitens, dass man sie sinnvollerweise nicht isoliert von der Analyse allgemeiner Migrationstrends und -muster betrachtet. Die geografische Mobilität von Fußballspielern von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent ist mithin nicht eine simple Reaktion auf die ökonomischen und politischen Machtverhältnisse im Weltfußball. Sie spiegelt vielmehr ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen bestimmten Ländern oder Ländergruppen wider – ein Beziehungsgeflecht, das vielfältige soziale, kulturelle und historische Verankerungen hat.

Abstract

Based on sources from FIFA archives, Zurich, the article analyses footballers’ migration as a political stake from the interwar period to the post-colonisation times. Four examples are selected to study this sometimes-neglected angle of the professional sport elite moves. The first one illustrates how the migration of football players fit in with the general policy of ‘race’ and of national prestige in Fascist Italy. The second and the third example consider football players as sports figures representing political refugees and other persons in exile; it deals with the case of the Basque team during the Spanish civil war and the case of Hungarian refugees in the first half of the fifties. The last example, of Mobutu’s Zaire, demonstrates that the question of sports migration could also serve as a revelation of North-South relations during the sixties.

Referência

DIETSCHY, Paul. Football players’ migrations: a political stake. Historical Social Research. Cologne, v. 31, n. 1, p. 31-41, 2006.
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